BIO- UND FAIRTRADE KAFFEE IMMER BELIEBTER
Kaffee ist nach Tee das beliebteste Getränk der Welt - und eines der wichtigsten Handelsgüter überhaupt. Über 2 Milliarden Tassen werden täglich Weltweit getrunken! - er gehört halt für viele von uns einfach zum Alltag dazu. Doch hinter unserem morgendlichen Espresso steckt weit mehr, als wir auf den ersten Schluck ahnen: Der stetig steigende Konsum hat Auswirkungen auf Klima, Regenwald und die Lebensbedingungen der Kaffeebauern. Kein Wunder also, dass Bio- und Fairtrade-Kaffee in den letzten Jahren immer mehr ins Rampenlicht gerückt ist. Viele Konsumenten wünschen sich nicht nur einen guten, sondern auch einen gerechten und nachhaltigen Start in den Tag. Und das wünschen wir uns auch!
ESPRESSISSIMO IST ZERTIFIZIERTER BIO BETRIEB
Bei uns bekommt ihr nicht nur leckeren Kaffee, sondern auch die Sicherheit, dass Bio wirklich Bio ist. Wir sind ein offiziell zertifizierter Bio-Betrieb ( DE-ÖKO-037 ) - und gehören damit zu den wenigen Kaffee-Onlineshops in Deutschland, die dieses Siegel tragen dürfen. Jedes Jahr werden wir von einer unabhängigen Prüforganisation kontrolliert. Es wird sichergestellt, dass wir nicht mehr Bio-Kaffee verkaufen, als wir tatsächlich einkaufen. Klingt selbstverständlich, ist in der Branche aber ein echtes Qualitätsmerkmal. Denn das Geschäft rund um Bio-Röstungen ist grundsätzlich so lukrativ, dass einige Verkäufer aus Nicht-Bioprodukten auch mal schnell Bioprodukte machen ( durch Vermischung und dergleichen ). Die Zertifizierung selbst ist aufwendig und kostet mehrere hundert Euro pro Jahr. Für uns ist das aber gut investiertes Geld - schließlich möchten wir euch nachhaltigen Bio-Kaffee anbieten, der zu 100% hält, was er verspricht.
WAS MACHT EINEN BIO-KAFFEE AUS?
Damit ein Kaffee wirklich das Bio-Siegel tragen darf, muss er strenge Kriterien erfüllen - und die gehen weit über ein hübsches Label hinaus. Zertifiziert wird die ganze Handelskette: vom Produzenten, über die Rohkaffee-Großhändler und Röster bis hin zum Importeur und Onlinewiederverkäufer wie Espressissimo. Klingt soweit gut - aber wie sieht das in der Praxis aus? Zeit für einen direkten Vergleich zwischen Bio- und konventionellem Kaffee.
KONVENTIONELLER KAFFEE
CHEMISCHE HELFER: Damit die Pflanzen schneller wachsen und Schädlinge keine Chance haben, werden oft synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Das steigert zwar kurzfristig den Ertrag, belastet aber das umgebende Ökosystem.
MONOKULTUREN STATT VIELFALT: Konventioneller Kaffee wird häufig auf riesigen Plantagen in Monokulturen angebaut, um Ertemaschinen die Arbeit zu erleichtern. Das bedeutet im Umkehrschluss Abholzung von Wäldern, nährstoffarme Böden und weniger Biodiversität.
INDUSTRIELLE VERARBEITUNG: Bei der Aufbereitung der Bohnen stehen vor allem Schnelligkeit und Masse im Vordergrund. So wird bei der Ernte häufig auf die industrielle Stripping-Methode zurückgegriffen. Geröstet wird bei konventionellem Supermarktkaffee auf Kosten von Aroma und Qualität - zu schnell und zu heiß.
ABFALL BLEIBT ABFALL: Die Kaffeepulpe, also das Fruchtfleisch der Kaffeekirsche, landet oft ungenutzt im Abfall: pro Jahr etwa 322 Millionen Tonnen!
BIO-KAFFEE
NATÜRLICH GEDÜNGT: Bio-Kaffee kommt ohne chemische Dünger und Pestizide aus. Stattdessen wird auf natürliche organische Methoden wie z.B. Kompost gesetzt.
ANBAU IN MISCHKULTUREN: Idealerweise wächst Bio-Kaffee unter Schattenbäumen wie z.B. Avocado-, Grapefruit- oder Bananenbäumen, sowie ausgewählten Palmenarten.
SCHONENDE AUFBEREITUNG: Bio-Kaffees werden in der Regel per Hand geerntet (Picking-Methode) - auf industrielle Erntemethoden wird verzichtet. Bei der Röstung wird generell schonender vorgegangen: niedrige Rösttemperaturen, lange Röstdauer und kleine Mengen zeichnen eine Bio-Röstung aus.
KREISLAUFWIRTSCHAFT: Das Fruchtfleisch der Kaffeekirsche wird nicht einfach weggeworfen, sondern als Dünger wiederverwertet. Auch die Verarbeitung zu Cascara-Tee oder Kaffeemehl ist im Trend.
BIO IST NICHT GLEICH FAIRTRADE - WO LIEGT DER UNTERSCHIED?
Viele Kaffeefans denken: Bio-Kaffee ist automatisch auch Fairtrade-Kaffee. Leider stimmt das nicht. Denn das Bio-Siegel konzentriert sich vor allem auf den Anbau und die ökologische Nachhaltigkeit: keine Chemie, keine Gentechnik, keine Monokulturen. Was aber nicht geprüft wird, sind die sozialen Bedingungen für die Menschen, die den Kaffee anbauen.
Genau hier setzt das Fairtrade-Siegel an: Es steht für faire Bezahlung, stabile Preise und bessere Arbeitsbedingungenfür die Kaffeebauern. Viele Bio-Kaffees tragen zusätzlich ein Fairtrade-Zertifikat – eine Kombination, die ökologisch wie sozial Sinn macht.
KAFFEEQUALITÄT HAT SEINEN PREIS
Aber Achtung: Auch die Kombination aus Bio- und Fairtrade-Siegel ist noch kein Garant für einen Spitzenkaffee. Qualität entsteht erst durch eine sorgfältige Bohnenauswahl, eine schonende Aufbereitung und schlussendlich einen perfekten Röstvorgang - und dieser aufwendige Prozess hat seinen Preis!
Wir werden häufig gefragt, ob es wirklich notwendig ist für qualitativ hochwertigen Kaffee etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Schließlich könnte man sich im Rewe einen Kilo reinen Arabica Kaffee für 10€ kaufen. Die Antwort auf diese Frage ist recht simpel: ja, meistens schon. Denn: wie oben bereits beschrieben entscheidet sich das Qualitätsniveau hauptsächlich in den Auswahl- und Verarbeitungsschritten - nicht aufgrund eines Siegels. Demnach gibt es ebenso miesen Bio-Kaffee wie es auch miesen Fairtrade-Kaffee gibt.
Und genau da kommen Experten wie wir von Espressissimo ins Spiel – wir testen, verkosten und wählen nur Kaffees aus, die uns wirklich überzeugen. Wirf gerne einen Blick in unser Bio- und Fairtrade Sortiment.
RECHENBEISPIEL: WAS KOSTET FAIRER KAFFEE WIRKLICH?
Nehmen wir einen typischen Discounter-Espresso für 9,90€ pro Kilo mit Bio- und Fairtrade-Siegel. Klingt fair, ist es aber nicht!
Jetzt kommt der Knackpunkt: Beim Rösten verliert der Kaffee durch den Feuchtigkeitsverlust etwa 15% Gewicht. Das heißt, der effektive Wert liegt nur noch bei etwa 3,05€ pro Kilo Rohkaffee. Davon gehen noch Zwischenhändler, Exporteure und Genossenschaften ab - sodass beim Bauern am Ende oft nur 1-2€ pro Kilo ankommen.