Der Totraum - die unendlichen Weiten der Kaffeemühle

Aber was ist der Totraum bei einer Kaffeemühle?

Bis der fein gemahlene Kaffee in einen Siebträger geangt muss die Bohne und das Mahlgut einen mehr oder weniger langen Weg bzw. Strecke zurücklegen. Sobald die Mühle ihren Mahlvorgang beendet hat, bleibt alles wie angewurzelt stehen. Auch das sich im Mahlvorgang befindliche Mahlgut und alles bereits gemahlene um die Mahlscheibe herum und der im Auslauf befindliche Kaffee bleibt liegen. Diese Menge an bereits gemahlenem Kaffee nimmt bei einer Mühle je nach Bauart und Dimensionierung zwischen 5-10 Gramm aus. Also eigentlich eine ganze Portion, die man so in einen Siebträger unterbringen kann. Wenn diese Menge an Kaffee also erst mal ein paar Stunden oder sogar über Nacht so liegen bleibt, ist der erste Kaffee am nächsten Morgen ein alter Kaffee. Mit frisch gemahlen hat dieser dann meist nicht mehr viel zu tun.

Für wen ist der Totraum ein Problem?

Der Totraum der neuen On-demand Mühlen ist egentlich nur der verkleinerte Vorratsbehälter der alten Mühlen mit dem bekannten Auffangtrichter vorne dran. Dort lagerte auch jeweils der bereits gemahlene Kaffee auf seine Weiterverwendung. Heute will man ja nciht mehr gerne auf Vorrat mahlen damit der Kaffee just in time frisch gebrüht werden kann. Daher ist es ärgerlich, dass dieser Totraum dieses Frische-Ziel etwas torpediert. In der Gastronomie wird pausenlos die Kaffeemühle betätigt, daher ist der Kaffee im Totraum meist auch noch frisch, wenn er gebrüht wird. Anders ist es be privaten Kaffeemaschinen, wo auch Stunden zwischen den einzelnen Kaffeebezügen liegen können.

Je größere Mahlscheiben, je mehr Totraum!

Das Volumen und Gewicht eines Totraum-Kaffees ist immer Abhängig von der Bauform und Größe der Mahlscheibe und somit der Mahlkammer abhängig. Je größer die Mahlscheiben sind, je mehr Kaffee bleibt zwischen den Mahlscheben, um den Mahlscheiben herum und im Auslauf. Besonders beim neuen Einstellen der Mühle auf einen neuen Kaffee oder Zubereitungsart benötigt man also fast immer eine Portion zusätzlich um die Auswirkungen der letzten Mahlgradverstellung prüfen zu können. Dies erschwert das Justieren der Mühle etwas. Daher sollte man also nicht gleich sofort wieder am Mahlgradrad oder -Kranz drehen, wenn man nicht sofort eine Veränderung erkennt. Man braucht wie gesagt immer 2 Mahlvorgänge bis man es merkt.

Blasebald am Deckel der Espressomühle für weniger Totraum

Eine praktische und einfache Lösung ist eine Art Blasebalgvorrichtung am Deckel der Mühle. Durch das Herunterdrücken des Deckels bläst man quasi die Mahlkammer und den Auslauf frei. Diese neuen Deckel kommen nun sukzessive bei vielen Mühenherstellern ins Programm. Auch Eureka hat diese Deckel auf der letzten Messe 2020 präsentiert.

Singledosing wird immer beliebter!

Das Problem haben viele echte Kaffee-Fans zum Anlass genommen nur noch genau die Menge Kaffee zu mahlen, die man für eine Portion benötigt. Da man also nur eine einzelne, also "single" Portion mahlt entstand der Begriff Singledosing bzw. Singledoser. Man wiegt also beispielsweise 9 Gramm vorher ab und befüllt die komplett totraumbefreite Mühle und mahlt das Kaffeemehl komplett durch bis nichts mehr aus der Mühle kommt. Somit ist die Mühle leer und kein alter Kaffee kann dort drin bleiben.

Mittlerweile gibt es auch schon extra Singledoser Mühlen wie beispielsweise Ceado37SD.

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