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Was ist eigentlich Specialty Coffee? 

Specialty Coffee - was bedeutet das eigentlich? Kurz gesagt: Es ist die Spitze der Kaffeequalität. Der Begriff kommt aus der (früheren) Specialty Coffee Association of America - heute Teil der globalen Specialty Coffee Association (SCA). Der Begriff Specialty beschreibt Kaffees, die durchgängig nach strengen Standards geprüft werden. In der Praxis gilt: Specialty Coffee ist Kaffee, der in professionellen Verlosungen ( sog. "Cuppings" ) nach einer Punkteskala von 1-100 deutlich über dem Durchschnitt abschneidet. Ab einer Punktzahl von 80 spricht man dann von einem Spezialitätenkaffee. 

Nachvollziehbarkeit der Kette

Die Qualität entsteht entlang der gesamten Kette - vom Anbau über die Aufbereitung bis zur Röstung. Transparenz gehört dabei zum Programm: Auf der Packung findest du in der Regel Herkunft ( Farm/Kooperative, Region, Höhe), Varietäten, Aufbereitungsart ( z.B. waschet, natural, honey ) und das Röstprofil. Diese Nachvollziehbarkeit ist kein Marketing-Gimmick, sondern die Kernidee von Spezialitätenkaffee: maximale Transparenz gegenüber dem Verbraucher. 

Beziehung zu den Bauern

Wichtig ist auch die Beziehung zu den Erzeugern. Viele Röstereien setzen auf Direct Trade: Man kauft so direkt wie möglich bei den Produzent: innen, pflegt langfristige Partnerschaften und bezahlt Qualitätsprämien - allerdings ist Direct Trade kein geschütztes Siegel, die konkreten Standards variieren je nach Röster. Das gemeinsame Ziel bleibt aber: eine faire Entlohnung für die Erzeuger. 

Außergewöhnliche Geschmäcker

Apropos Röstung: Vielleicht hast du auf einem Specialty Kaffee Beutel schonmal verrückte Noten wie "Banane", "Keks" oder "Pfirsich" gelesen. Das sind keine Zusätze, sondern natürliche Aromen, die aus Herkunft, Varietät der Bohne und deren Aufbereitung stammen - und die von Röster:innen mit einem schonenden, präzisen Röstprofil bewusst herausgearbeitet werden. Dass diese Feinheiten bewusst bewertet werden, ist Teil der Cuppings und des 100-Punkte-Systems, das laufend weiterentwickelt wird. 

Kurzum: Specialty Coffee steht für kompromisslose Qualität plus radikale Transparenz. Vom Feld bis in die Tasse ist alles dokumentiert - und genau darum schmeckt er so spannend. Wenn du also Lust auf Kaffee mit Charakter hast, bei dem du Herkunft, Menschen und Handwerk kennenlernst, bist du hier goldrichtig. Möchtest du mehr über den Anbau von Kaffee erfahren? Dann schau doch mal bei unserem Blogbeitrag vorbei! 

Pacande-Specialty-Kaffee-Roster

Viel Auswahl, Null Kompromisse

Bei Espressissimo findest du ein großes bis zur letzten Sorte sorgfältig ausgewähltes Sortiment an Specialty Coffees. Ein Schwerpunkt: die Münchner Rösterei Pacandé: sie konzentriert sich konsequent auf ein einziges Ursprungsland - Kolumbien - um enge, persönliche Beziehungen zu den Farmer:innen aufzubauen, Microlots ( kleine, hochwertige Kaffeechargen ) gezielt auszuwählen und volle Rückverfolgbarkeit zu garantieren. Genau deshalb lieben wir die Zusammenarbeit. Übrigens: Pacandé röstet auch die Specialty Sorten unserer Eigenmarke "Geiler Kaffee". Aktuell haben wir vier Sorten am Start - zwei Filterröstungen und zwei Espressoröstungen. 

Für alle, die Vielfalt lieben, haben wir außerdem Loppokaffee aus Kiel mit einem richtig breiten Sortiment: von Peru und Äthiopien über Nicaragua und Guatemala bis Brasilien - je nach aktueller Ernte. Die Rösterei ist Teil des europäischen Netzwerks Rasters United, bezieht ihre Bohnen direkt von Kooperativen und zahlt einen Mindestpreis, der deutlich über dem Fairtrade-Standard liegt. Kurz: Hier wird Vielfalt großgeschrieben - geschmacklich wie ethisch. 

Banane auf der Tüte? 

Um nochmal auf das Thema Geschmack zurückzukommen: Warum steht auf manchen Beuteln plötzlich "Banane", "Keks" oder "Jasmin"? Das ist kein spontanes Brainstorming, sondern das Ergebnis systematischer Verwüstungen (Cuppings). Röster:innen arbeiten dabei mit dem sog. "Coffee Taster's Flavour Wheel" der Specialty Coffee Association, das auf dem "Sensory Lexicon" basiert. Dieses Lexikon definiert rund 110 Aromen, das Rad bietet hierfür die visuelle Ordnung und klassifiziert alle Aromen, die in einer Tasse vorkommen können. Das Prinzip des SCA-Geschmackrads ist denkbar einfach: Man startet in der Mitte mit groben Kategorien und arbeitet sich nach außen zu präziseren Beschreibungen vor - etwa "Frucht -> tropisch -> Banane". So entstehen die Tasting Notes, die du auf der Verpackung findest. 

Und wer legt das jetzt fest? Verkostet wird in der Regel in sog. "Panels" (Personengruppen) - oft sind sog. Q-Grader dabei, also lizensierte Profis, die nach international anerkannten Prüfungen in Cupping und Sensorik geschult sind. Wichtig: Tasting Notes sind Beschreibungen dessen, was die Bohne von Natur aus mitbringt, plus Einflüsse von Röstung und Brew - kein zugesetztes Aroma. 

Spezialitatenkaffee-Kaffeebohne-Specialty

Spezialitätenkaffee vs. Standardkaffee

Die folgende Tabelle vergleicht Specialty Coffee mit Standardkaffee und zeigt auf einen Blick die Unterschiede in Herkunft, Qualität, Röstung, Geschmack und Nachhaltigkeit

FAQ - häufig gefragt


Mehr Transparenz, selektive Pflückung, präzise Röstung und klare Aromen statt Massenblend
Am besten schwarz, um die feinen Aromen ohne Verdünnung zu erleben. Besonders gut kommen die Aromen im Filterkaffe zur Geltung. Aber: auch im Espresso schmeckt Specialty Kaffee herausragend.
Ja, das ist theoretisch möglich. Achte aber darauf, dass du KEINE hellen Röstungen verwendest.
Ganz einfach: Selektive Ernte, aufwendige Aufbereitung, kleine Chargen, Qualitätsprämien und die besondere Röstung erhöhen die Kosten - zum Wohle aller.
Microlots sind sehr kleine, qualitativ hochwertige und limitierte Kaffee-Ernten von speziellen Parzellen einer Farm. Sie zeichnen sich durch besondere Anbaubedingungen, sorgfältige Verarbeitung und einzigartige Geschmacksprofile aus
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