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Genuss auch ganz ohne Koffein

Fettarm, alkoholfrei und nun auch noch entkoffeiniert. Das Leben wird ganz schön mager - möchte man meinen. Entkoffeinierter Kaffee ist allerdings längst kein Kompromiss mehr, sondern echter Genuss - ganz im Stil der italienischen Bar, nur eben ohne die anregende Wirkung. Damit ein Kaffee in der EU offiziell als entkoffeiniert gilt, darf er übrigens höchstens 0,1% Koffein enthalten. Das entspricht je nach Zubereitungsart etwa 1-4mg Koffein pro Tasse - im Vergleich zu rund 60 bis 120 Milligramm in einer normalen Tasse Filterkaffee. Für die meisten Menschen ist dieser geringe Restgehalt also unbedenklich. 

Und wie steht's mit dem Geschmack? Keine Sorge - der bleibt. Dank moderner, schonender Verfahren schmeckt entkoffeinierter Kaffee heute genauso vollmundig, aromatisch und cremig wie seine koffeinhaltigen Geschwister. In unserem Sortiment findest du koffeinfreien Kaffee übrigens in vielen verschiedenen Varianten, z.B. als ganze Bohne, gemahlen oder in Form von E.S.E.-Pads. So kannst du deinen Lieblingskaffee genauso zubereiten, wie du ihn am liebsten trinkst - nur eben ganz ohne Koffein, aber mit jeder Menge italienischem Charme. 

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Wie wird Kaffee entkoffeiniert? 

Koffein entfernen - klingt simpel, ist aber echtes Handwerk. Über die Jahre haben sich verschiedene Verfahren entwickelt, die das Koffein aus der Bohne lösen, ohne ihre Struktur zu beschädigen. Falls du in dieses Thema tiefer einsteigen möchtest: In unserem Blogbeitrag über entkoffeinierten Kaffee findest du alle Details zu den einzelnen Verfahren - inklusive einer Übersicht, welche unserer Röster welche Methode verwenden. 

Grundsätzlich wird zwischen lösungsmittelbasierten und lösungsmittelfreien Verfahren unterschieden - und jedes hat seine Eigenheiten. 

Das Dichlormethan-Verfahren gehört zu den lösungsmittelbasierten Verfahren. Es ist zwar chemisch, jedoch vergleichsweise sehr effektiv. Das Koffein wird mithilfe des Mittels aus den noch grünen Bohnen gelöst. Keine Sorge - Rückstände bleiben nahezu keine. Dichlormethan verdampft nämlich bei niedrigen Temperaturen und verflüchtigt sich somit spätestens beim Rösten. Die deutlich beliebtere Variante unter den lösungsmittelbasierten Verfahren ist das Ethylacetat-Verfahren. Dieses wird von den Röstern gerne auch als "natürliche Entkoffeinierung" bezeichnet, da Ethylacetat in Früchten wie z.B. Äpfeln oder Bananen vorkommt. In der industriellen Praxis wird es allerdings häufig synthetisch hergestellt. 

Los geht's mit den lösungsmittelfreien Verfahren. Unser Eindruck: Trend! Ob per Chat oder direkt bei uns in Freising - Co2 und der Schweizer-Wasser-Prozess sind echte Dauerbrenner. Das Bewusstsein steigt. Das Co2-Verfahren ist modern, nachhaltig und besonders aromaschonend. Hier wird unter Hochdruck reines Kohlenstoffdioxid verwendet, um das Koffein aus der Bohne zu lösen - ganz ohne chemische Lösungsmittel. Das Co2 kann anschließend sogar recycelt werden, was diese Methode nicht nur geschmacklich, sondern auch ökologisch interessant macht. Der Klassiker unter den lösungsmittelfreien Verfahren ist allerdings der sog. "Swiss-Water-Process" - aufwendig, aber unglaublich schonend. Hier muss man durchaus mal etwas tiefer in die Tasche greifen. Das Koffein wird mit heißem Wasser und Aktivkohlefiltern gelöst, die Aromen bleiben nahezu vollständig erhalten. Eine Methode für wahre Puristen und Premiumkaffees wie zum Beispiel unsere Eigenmarke "Geiler Kaffee"

Warum eigentlich Babyblau? 

Schon mal aufgefallen? Entkoffeinierte Kaffees stecken fast immer in blauen bzw. babyblauen Verpackungen. Das ist kein Zufall, sondern eine kleine Tradition mit italienischen Wurzeln. In Italien - der Heimat des Espressos - begannen Röstereien schon vor Jahrzehnten, ihre decaffeinato-Sorten in Hellblau zu verpacken. Blau steht dort für Ruhe und Gelassenheit - also genau das, was ein koffeinfreier Espresso verspricht. Mit der Zeit hat sich diese Farbwahl international durchgesetzt, und so gilt Babyblau heute fast überall als das inoffizielle Erkennungszeichen für entkoffeinierten Kaffee. Praktisch oder? Genau aus diesem Grund bleiben viele neue Marken bewusst bei dieser Farbgebung, weil Kunden sie gelernt haben zu "lesen". Wer im Regal nach einem entkoffeinierten Kaffees sucht, greift automatisch nach dem blauen Produkt - ein klassischer Fall von gelernter Verbraucherwahrnehmung. 

Auffällig ist auch, dass viele entkoffeinierte Kaffees in kleineren Verpackungen angeboten werden - häufig in 250-Gramm-Dosen oder -Beuteln. Das liegt daran, dass Decaffeinato schlicht weniger getrunken wird als klassischer Espresso. Die kleineren Gebinde bleiben so länger frisch und lassen sich praktisch wiederverschließen - ideal für alle, die ab und zu koffeinfrei genießen möchten. Auch in der Gastronomie setzt man meist auf vorgemahlenen entkoffeinierten Espresso, da nur wenige Betriebe eine separate Mühle dafür besitzen. Schade eigentlich, denn frisch gemahlen schmeckt Decaff auf jeden Fall besser - das gilt allerdings für jeden Kaffee! Würden mehr Gastronomen auf eine zweite Mühle setzten - so wie wir in unserem Concept-Store Freising - wäre das sicher kein Verlustgeschäft - sondern ein Zugewinn an Aroma und Authentizität. 

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Ist Kaffee gesund? ( Ja - und Decaf punktet mit! )

Kurz gesagt: Ja, Kaffee ist gesund - auch entkoffeinierter Kaffee. In moderaten Mengen kann er zweifellos Teil eines gesunden Lebensstils sein. Einige hartnäckige Mythen können wir schonmal abhaken: Kaffee "entwässert" dich nicht; als Alltagsgetränk zählt er ganz normal zu deiner Flüssigkeitsbilanz. Und nein, der Blutdruck schießt durch eine Tasse nicht dauerhaft in die Höhe. Bei Nicht-Gewohnheitstrinkern kann er kurzzeitig steigen, langfristig zeigt sich aber kein erhöhtes Risiko; wer empfindlich reagiert, greift einfach zu koffeinfrei. 

Kaffee liefert außerdem hunderte bioaktive Pflanzenstoffe ( z.B. Polyphenole ). Genau diese scheinen viele Effekte zu tragen - weshalb sich Vorteile auch bei entkoffeiniertem Kaffee zeigen. Große Übersichtsarbeiten verknüpfen 2-5 Tassen täglich mit geringeren Risiken für beispielsweise Typ-2-Diabetes, einige Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eine niedrigere Gesamtsterblichkeit. Das sind Beobachtungsdaten (also keine Beweise für Ursache/Wirkung), aber der Trend ist konsistent. 


FAQ - häufig gefragt

Es gibt mehrere Verfahren: CO₂-Methode, Schweizer-Wasser-Prozess und Entkoffeinierung mit Ethylacetat. Alle Verfahren holen Koffein gezielt aus der Bohne, das Aroma soll möglichst erhalten bleiben.
Moderne Verfahren liefern Decaf mit sehr ähnlichem Geschmacksprofil. Entscheidend sind Bohnenqualität und Röstung:
Entkoffeinierter Kaffee ist nicht völlig koffeinfrei, enthält aber nur geringe Restmengen ( ca. 0,1% )
Decaf enthält nur geringe Spuren von Koffein. Für eine individuelle Einschätzung sprich bitte mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Ja, mehrere Röstereien bieten entkoffeinierte ESE-Pads an. Werfe hierfür einen Blick in unsere Kategorie "ESE Pads koffeinfrei"
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