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Arabica oder Robusta Bohne - was ist besser?

Unter den hunderten Bohnenarten stechen diese zwei Sorten heraus.

Der wissenschaftliche Name der beiden Bohnen ist Coffea Arabica und Coffea canephora. Im normalen Sprachgebrauch spricht man von Arabica- und Robustabohnen

Beide zählen zu den wirtschaftlich bedeutensden Kaffeesorten, wobei weltweit etwa 3 mal mehr Arabica als Robusta angebaut werden. Andere Sorten mit den schönen Namen "Coffea liberica" oder "Coffea excelsa" sind eher Exoten und daher nur als Wildwuchs zu finden.

Die Unterschiede

Alles Bohne oder was? So könnte man meinen, aber weit gefehlt. Äußerlich sehen beide Bohnen zwar ähnlich aus, jedoch hat die Arabicabohne doppelt so viele Chromosomen wie die Robustabohne. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Kaffeepflanzen in Form und Farbe der Blätter und beim Wuchs stark unterscheiden. Während Robustabäume bis zu 10 m hoch werden können, liegt der Durschschnitt bei Arabicapflanzen bei 6 - 8 m. Robusta Kaffeepflanzen wachsen eher weiter unten, Arabicapflanzen mögen es eher etwas kühler auf den Bergen.

Am signifikantesten ist der Unterschied bei den Bohnen in Form und Größe. Natürlich auch bei den Inhaltsstoffen, aber zu denen kommen wir später.
Die Robustabohnen sind meist kleiner und runder. Der Einschnitt zeigt eine gerade Einkerbung. Arabicabohnen sind meist größer und ovaler. Der Einschnitt auf der flachen Seite ist eher s-förmig.

Das ist drin in der Bohne: Koffein und Chlorogensäuren

Große Unterschiede sind beim Koffeingehalt zu verzeichnen. Während Arabicas Ihr Herz schonen und mit relativ wenig Koffein zwischen 1,1 und 1,7 % aufwarten, sind die Robustabohnen ein echter Wachmacher mit 2 bis 4,5 % Koffeingehalt. Der Koffeingehalt wird übrigens nicht durch den Röstvorgang verändert.

Die Chlorogensäuren werden jedoch durch langsame und schonende Röstverfahren deutlich reduziert. Die Chlorogensäuren sind harntreibend und können bei magenempfindlichen Menschen zu Unwohlsein und Verdauungsstörungen führen. Hier weist die Robustabohne einen höheren Gehalt als die Arabicabohen auf.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Arabicabohnen weicher, aromatischer und weniger bitter sind. Die Robustas haben einen besseren Körper und mehr Kaffeeöle, die eine schönere und intensivere Crema erzeugen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Röster versuchen eine perfekte Mischung aus beiden Bohnen zu erzielen. Das häufigste Mischungsverhältnis liegt bei ca. 80% Arabica und 20% Robusta.

Was liebt die Kaffeepflanze?

Bei der Robustabohne ist der Name praktisch schon Programm. Sie ist wesentlich widerstandsfähiger als die Arabicapflanze und daher beliebter bei manchen Kaffeeplantagenbesitzern. Neben Parasiten und Krankheiten kommt die Robustapflanze auch mit hohen Temperaturen besser klar. Für die empfindliche Arabicapflanze hat man früher auch immer einen Schattenbaum gepflanzt um diese vor tropischen Temperaturen zu schützen.
Daher wachsen Arabicas eher in höheren Lagen ab 900 Metern. Da kann es aber auch schon mal frostig werden, was auch nicht optimal ist.

Der Frost

Robustas kommen mit dem Frost eher zurecht als Arabicas. Da kann schon ein einziger Nachtfrost ganze Jahresernten zerstören. Robusta-Kaffeepflanzen können in niedrigen Höhen bei feuchtem und heißen Klima bestens gedeihen und sind daher auch einfacher zu ernten und zu pflegen.

Fazit

Zwangsläufig ist dann Kaffee aus Arabicabohnen teurer als Robustakaffee. Die höheren Anbaugebiete der Arabicas, die Spritzmittel und die aufwändigere Ernte und Verarbeitung führt zu höheren Rohstoffpreisen.
Obwohl Arabicas "besser" und "edler" sind als Robustas kann man nicht immer davon ausgehen, dass ein 100% Arabica-Kaffee auch immer etwas Gutes ist. Auch hier gibt es natürlich Qualitätsunterschiede in Anbau, Ernte und Verarbeitung. Ein billiger Supermarktkaffee aus 100% Arabica kann nicht gut sein :-)
Umgekehrt kann ein robustalastiger Kaffee perfekt sein, wenn er gut gemacht ist.

 

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