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Gute und intakte Mahlscheiben sind wichtig - sehr wichtig!

Mahlscheiben - und auf was kommt es dabei an?!

Verschiedene Typen von Mahlscheiben und ihr Verschleiß mit der Frage: Wann muss ich denn meine Mahlscheiben eigentlich wechseln und erkenne ich den Verschleiß?

Wir möchten heute näher auf die verschiedensten Arten von Mahlscheiben eingehen und die Frage klären: Wann ist meine Mahlscheibe verschlissen und wie kann ich das erkennen?

Warum nutzen sich denn die Mahlscheiben im Mahlwerk überhaupt ab?

Die Abnutzung der Mahlscheiben und der damit verbundene Scheibenwechsel im Mahlwerk der Kaffeemühle ist unvermeidlich. Die Lebensdauer einer Mahlscheibe kann sich jedoch bei heutigem technischem Wissensstand deutlich verlängern. Im Wesentlichen bestimmen fünf Größen den Verschleiß der Mahlscheibe:

  1. Die Menge des gemahlenen Kaffees 

  2. Die Röstung bzw. der Röstgrad der Bohne (Je heller desto dichter die Bohne und umso mehr Fruchtsäure und Restfeuchte) Deshalb gilt umso heller desto höher der Verschleiß

  3. Der Mahlgrad (Je feiner desto höher der Verschleiß)

  4. Die Dichte und Härte der Kaffeebohne (abhängig von Sorte und Herkunft der Bohne)

  5. Fett- und Sandanteil am Kaffee, der wie Schmirgelpapier auf die Mahlscheiben wirkt

Wie kann ich den Verschleiß im Mahlwerk bemerken und wann ist ein Wechsel notwendig?

Anzeichen kommen in der Regel immer schleichend bis der Verschleiß im Mahlwerk irgendwann sehr deutlich zu erkennen ist. Es beginnt meist mit einem leichten Aromaverlust. Der Kaffee wird schleichend immer schlechter. Er verliert an Körper und wird dünner. Das Mahlgut wird wärmer, dies lässt sich jedoch privat meist schlecht erkennen. Die Extraktion des Espressos gestaltet sich allmählich schwerer. Die Extraktion wird ungleichmäßiger und die Spritzer (Channeling) häufen sich. Der Kaffee schmeckt unausgewogener und wirkt leicht unterextrahiert (leicht säuerlich). Ist der Verschleiß weit fortgeschritten ist ein ordentlicher Espresso unmöglich. Das Mahlgut ist deutlich zu ungleichmäßig und auch die feinste Mahlstufe lässt keinen Espresso mehr zu. Das Gefühl entsteht, die Mühle könne plötzlich nicht mehr fein genug mahlen.

Auch mit dem Auge ist ab einem gewissen Verschleiß dieser sehr gut sichtbar. Am besten bei einer Säuberung der Mühle sich die Mahlscheiben mal genauer anschauen. Bei verschlissenen Mahlscheiben sind die Zähne deutlich abgerundet und können somit natürlich das Mahlgut nicht mehr sauber schneiden bzw. mahlen.

Hier ein kleines Beispiel (links deutlich abgerundet und verschlissen):

Empfehlenswert ist auch die Angabe der Lebensdauer des Herstellers. Die meisten Standard Mahlscheiben sind für Mengen zwischen 200 Kg und 400 Kg gemahlenen Espresso ausgelegt. Finden Sie bei ihrer Mühle keine genaue Angabe, können Sie grob von dieser Angabe gebrauch nehmen. Wir empfehlen jedoch sich die Mahlscheiben circa alle gemahlenen 100 Kg die Scheiben mal genauer anzusehen und auf die oben genannten Erkennungsmerkmale zu achten.

Besondere Mahlscheibenarten im Mahlwerk:

Verwendet der Kaffeemühlen-Hersteller wirklich eine besondere Mahlscheibenaus einem speziell gehärteten Stahl oder einer speziellen Beschichtung oder Legierung, wird dieser es Ihnen nicht verschweigen und damit ordentlich die Werbetrommel rühren. Als Kunde wird man jedoch auch mit Marketingsprüchen geradezu umgarnt. Nahezu wöchentlich entstehen neue Superlative, Beschichtungen und neue Stahlsorten die den Kunden anlocken sollen. Schaut man dann oft auf die Lebensdauer, wird dazu entweder nichts genannt oder sie versprechen dann doch nur die gleiche Lebensdauer des Mahlwerks trotz aller Superlative.

Als kleiner Tipp:

Lassen Sie sich nicht von Superlativen, Namen und Farben locken. Verwendet ein Hersteller wirklich einen härteren Stahl (Zusammensetzung des Stahls), ein besonderes Härtungsverfahren oder eine wirklich spezielle Legierung oder Beschichtung die der Mahlscheibe von Nutzen ist, spiegelt dies sich auch immer in der Lebensdauer der Scheibe wieder. Diese wird dann selbstverständlich auch vom Hersteller so kommuniziert. Zwei einfache Beispiele dafür sind SSP Burrs die mit ihren Standardscheiben bereits 1000 Kg versprechen und mit ihren verfügbaren Legierungen anschließend bis zu 5000 Kg (Das Fünffache) halten.

Ein zweites Beispiel ist Eureka mit ihrer speziellen Tieftemperaturbehandlung bei –193 Grad Celsius. Dieses trägt zur Bildung der erhöhten Kristallstruktur (daher sicher die Namensgebung "diamond") bei und erhöht deutlich die Verschleißfestigkeit. Statt der normal genannten 200-300 Kg sollen diese behandelten Eureka Mahlscheiben 1300 Kg durchhalten. 

Kleines Rechenbeispiel: Bei einem Konsum von 5 Tassen Kaffee am Tag benötigen Sie ca. 50 Gramm Kaffee. Im Jahr wären das nur knappe 18kg Kaffee. Um hier wirklich in die hohen Verbrauchszahlen zu kommen muss man schon sehr sehr lange mit der Mühle mahlen. Ein Aufpreis für spezielle Mahlscheiben scheint daher eher rausgeschmissenes Geld zu sein. Denn jede Mahlscheibe hält ca. 5-10 Jahre bei so einem Verbrauch.

Einblick in die Eureka Mahlscheiben Strategie:

Da Eureka eine der beliebtesten Hersteller bei Espresso- und Kaffeemühlen für den Heimgebrauch und somit dem Homebarista sind, wollen wir einen kurzen Einblick in deren Modelle und Mahlscheiben geben. Im Grunde hat Eureka zwei verschiedene Hauptscheiben. Eines stellt die Standartscheibe dar die in allen On-Demand Espressomühlen der Standard Serien verbaut sind. Dazu zählen die Eureka Mignon Silenzio, Mignon Specialita, Mignon Perfetto, Mignon Zero, Mignon Manuale. Aber beispielsweise auch die Atom und Helios Reihe werden mit den Standard Scheiben ausgestattet. Hier kann man lediglich optional die Variante mit der genannten Tieftemperaturbehandlung wählen.

Eine kleine Ausnahme bildet die exklusiv erhältliche Mignon Magnifico, die zwar die “Pure Diamond” Scheiben verwenden. Preislich ist sie unseres Erachtens jedoch nicht unbedingt zu empfehlen, da für einen kleinen Aufpreis schon die Eureka Oro Mignon XL verfügbar ist und diese mit ihren 65mm “Pure Diamond” Scheiben noch einmal ein ordentliches Upgrade in Mahlgut und Mahlgeschwindigkeit darstellen.

Diese Variante nennt sich bei Eureka “Diamond Inside” und seit neuestem auch “Pure Diamond”. Die Scheiben unterscheiden sich jedoch lediglich in der Lebensdauer der Scheiben wie oben genannt. Der Schliff der Scheiben und die damit entstehenden Ergebnisse sind absolut identisch.

Die komplette Oro Reihe von Eureka verwendet statt der Standard Scheiben die eben genannten Pure Diamond Scheiben. Die Oro Reihe beinhalten Mühlen wie die Eureka Oro Mignon Single Dose, Oro Mignon XL, Oro Mignon Dolce Vita sowie Oro Mignon Stark.

Als Scheiben mit anderem Schliff bieten sie lediglich für ihre Filtervarianten der Mignons eine “Filtro” Scheibe an und optional bieten Sie noch bei der neuen Eureka Helios Reihe Red Speed Burrs an, die sich ziemlich nach SSP Burrs anhören.

Wir hoffen Ihnen mit dem Blogeintrag geholfen zu haben um einen Verschleiß bei Ihren Mahlscheiben festzustellen und Ihnen einen Einblick in die verwirrende Welt der Mahlscheiben ermöglicht haben.

filtro-scheibe

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