Aktuelle Kaffee Trends 2022: der Espresso Macchiato

Aktuelle Kaffee Trends: der Espresso Macchiato

Die Beliebtheit des Espresso Macchiato steht im Zusammenhang mit der "Kaffee Latte der deutschen Kaffeekultur". Der Siegeszug beginnt mit zahlreicher Café au Lait-Varianten in den Fußgängerzonen von München, über Hamburg sowie Berlin und endet in den heimischen Küchen. Wir persönlich haben seit dem Jahr 2000 in unserer eigenen Espressobar diesen Trend hautnah miterlebt. Es gibt auch wirtschaftliche Gründe: Espressokapseln haben die Gewinnspannen und den Ruf der Kaffeeindustrie verbessert. Dieser Trend steht auch für einen Imagewandel des Kaffees. Während es eine Zeit lang um "Überfluss und niedrige Kosten" ging, steht das Getränk heute für Lebensstil, Akzente des ökologischen Landbaus und faire Handelsbeziehungen mit den Erzeugern.

Espresso Macchiato – Zubereitung und Tipps

Ein Fokus auf den Trend-Espresso


Espresso Macchiato, oder "kleiner Schwarzer mit Milch", gibt es in vielen Varianten und auch unter anderen Namen: Es kommt darauf an, in welchem Land man ihn genießt. Grundsätzlich ist der Espresso Macchiato immer der klassische Espresso aus Italien, der mit etwas aufgeschäumter Milch verfeinert wird. Zum Gast kommt er mit einer Haube aus Milchschaum. Kurz gesagt: Beim Espresso Macchiato findet man weißen Milchschaum auf dem Espresso.

Tipp: Das Verhältnis ist 2:1 - 20 ml Espresso werden mit 10 ml Milchschaum kombiniert

Was unterscheidet Espresso Macchiato und Latte Macchiato?

Der Unterschied liegt nicht nur im Gefäß: Eine kleine Tasse oder Glas für den Espresso Macchiato und ein hohes Glas für den Latte Macchiato. Auch die Menge der Milch und die Zubereitung sind unterschiedlich. Bei der Espresso-Variante wird dem klassisch zubereiteten Espresso eine kleine Menge Milch beigegeben. Beim Latte liegt der Fokus auf der Milch: der Espresso wird vorsichtig durch den Milchschaum in den Kaffee im Glas gegossen. So entstehen drei Schichten, die bei fachmännischer Zubereitung auch optisch ein Eyecatcher ist.

Tipp: Bevor man den Kaffee einfüllt, die heiße Milch im Glas ca. 1 Minute abkühlen lassen.

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Beliebte Espressi, perfekt für einen Espresso Macchiato

 

Milchschaum – filigran statt fest

Wenn es um das Verhältnis von braun zu weiß bei dieser Art der Zubereitung geht, sollte eines beachtet werden: Milchschaum ist heller als Kaffee, halb so viel Schaum bedeutet das Gesamtvolumen des Getränks hat sich verdoppelt. Der Milchschaum wird bei der Zubereitung auf maximal 65°C erhitzt, denn nur so bleibt er weich und zart – und genau so soll es sein. Es ist durchaus erlaubt, ein wenig warme Milch hinzuzufügen. Solange mehr Kaffee als Milch in der Tasse ist, bleibt es ein Espresso Macchiato: Zumindest definieren ihn Insider so.



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Andere Länder – andere Namen

Aus etwa sieben Gramm Kaffee und etwa 25 ml Wasser einen kleinen Schluck aufgeschäumte Milch hinzufügen, entsteht der „Espresso Macchiato caldo“, zu deutsch: warm befleckter Espresso. Es gibt ihn auch - je nach Region und italienischer Tradition - unter dem Namen "Caffè Macchiato caldo".

Diese Variante gibt es auch mit einem Schluck kalter Milch. In diesem Fall wird der Kaffee in Italien "Espresso" oder "Caffè Macchiato fredo" genannt.

In Portugal heißt die Zubereitungsart „Bica pingada“ und gilt als Nationalgetränk. Das Ausgangsgetränk Bica – wörtlich übersetzt: Ausguss – ist die portugiesische Version von Espresso. Unter diesem Namen wird er hauptsächlich in Lissabon bestellt. Der Begriff ist auch ein Akronym, ein Wortspiel. Bedeutet „Beba Isto Com Açúcar“, zu deutsch: mit Zucker trinken. Der Ausdruck entstand, als sich der Espresso im ganzen Land verbreitete, angefangen mit dem Café A Brasileira im Lissabonner Stadtteil Chiado. Damals fanden es die Gäste zu bitter, also fügten sie Zucker hinzu.

In Spanien gibt es auch Espresso Macchiato mit etwas mehr Milch. Dann heißt er "Cortado" und kommt in zwei Varianten auf den Tisch. Mit normaler Vollmilch als „Cortado naturale“ oder mit leicht gezuckerter Kondensmilch mit den Namenszusätzen „lechy“ oder „condensado“.

Auf den zu Spanien gehörenden Kanaren vor der Westküste Afrikas gibt es eine weitere Variante des Espresso Macchiato: „leche y leche“. Bei perfekter Zubereitung entstehen vier Schichten, die nicht nur für den Gaumen, sondern auch für die Augen ein Genuss sind.

Beim „Cortado leche y leche“ kommt der Milchschaum oben drauf, gefolgt von der heißen Milch und dem leicht bräunlichen Espresso. Die letzte Schicht bildet die Kondensmilch auf dem Boden, sie setzt den finalen Kontrast in Weiß.

Fazit: Espresso – aber als Softvariante

Espresso Macchiato ist die richtige Wahl für Kaffeeliebhaber, denen reiner brauner Espresso zu stark ist. Sie können dabei bleiben oder den Weg zum reinen „kleinen Schwarzen“ weiter gehen.

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